Finanzstrategie für die Kirche der Zukunft: Vorprojekt im August 2024 gestartet

  • Dr. Fabian Schmitz

Der Landessynode 2026 werden umfassende Maßnahmenplanungen vorgelegt, mit denen wieder eine ausgeglichene Haushaltsführung erreicht werden kann. Bereits im August 2024 wurde dazu ein Vorprojekt gestartet. Ziel war es, die kirchlichen Gremien frühzeitig in den Prozess einzubinden und der Landessynode 2025 ein abgestimmtes Konzept zur Erarbeitung der notwendigen Maßnahmen vorlegen zu können.

 

Rahmenbedingungen für die Finanzstrategie

Durch den Prozess der Haushaltssicherung wird die Arbeit der landeskirchlichen Ebene umgebaut und an die neu absehbaren finanziellen Möglichkeiten angepasst. Dabei stehen nicht nur Einsparmöglichkeiten im Fokus, sondern auch Fragen nach der strategischen Ausrichtung unserer Kirche. Was soll in Zukunft erreicht werden? Welche Wirkungen will man entfalten? Welche Angebote und Aktivitäten sind dafür zielführend und finanzierbar?

 

Ziele des Vorprojekts

  • Festlegung eines Einsparziels: Die Arbeit der landeskirchlichen Ebene soll umgebaut und an die künftigen finanziellen Möglichkeiten angepasst werden. Handlungsleitend ist das zu erwartende Defizit im Jahr 2030 inklusive eines Risikopuffers. Zusätzlich soll ein strategischer Puffer Freiraum für neue Aufgaben und Innovationen schaffen.
  • Planung und Vorbereitung des Hauptprojekts: Ein Umsetzungskonzept soll bereits zur Synode 2026 vorliegen. Im Rahmen des Vorprojekts sollten deshalb bereits organisatorische Vorarbeiten geleistet werden., Ab dem Synodenbeschluss 2025 bleibt ein halbes Jahr zur Beratung von Lösungen und Entscheidungsvorschlägen, damit anschließend die Gremienberatungen starten können.
  • Strategischer Fokus: Neben schnell ersichtlichen Einsparmöglichkeiten steht die strategische Ausrichtung der Angebote und des Finanzeinsatzes im Fokus. Die Einsparziele sollen nicht durch eine gleichmäßige Reduzierung bestehender Aufgaben erzielt werden. Vorhaben ist es, entlang einer inhaltlichen Aufgabenkritik strategische Schwerpunkte für die Arbeit der Landeskirche festzulegen. Dabei soll sich der Prozess auch an den aus der Landessynode 2024 hervorgegangenen Arbeitsaufträgen zur Zukunft der Kirche ausrichten.
  • Partizipativer Prozess: Ein so bedeutendes und komplexes Projekt kann nur durch ein hohes Maß an Partizipation und Kommunikation erfolgreich sein. Der Auftrag für das Hauptprojekt wird synodal erteilt und dabei wird auch über die Teilnehmenden im Projekt und den Lenkungsausschuss entschieden. Ein umfassendes Kommunikationskonzept soll darüber hinaus die Einbindung der kirchlichen Ebenen sicherstellen.