Dunkle Wolken ziehen auf: Kirchenfinanzen unter Druck

  • Dr. Fabian Schmitz

Die Evangelische Kirche im Rheinland steht, wie andere Landeskirchen auch, am Anfang eines deutlichen Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen. Steigende Gehälter sowie erhöhte Bau- und Verbraucherpreise kommen erschwerend hinzu. Nach Jahren steigender Einnahmen trotz wachsender Austrittszahlen wurde 2023 der Kipp-Punkt erreicht. So sind die Kirchensteuereinnahmen im Vorjahr um sieben Prozent auf 707 Millionen Euro gesunken – das entspricht einem Minus von rund 54 Millionen Euro. Oberkirchenrat Boecker hatte in seinem Finanzbericht auf der Landessynode 2024 den Ernst der Lage deutlich gemacht:

Den Finanzbericht gibt es hier zum Download.

Bereits für den Doppelhaushalt 2025/2026 konnte die Landeskirche keine ausgeglichene Haushaltsplanung mehr vorlegen. Dieser Trend würde sich ohne weitere Maßnahmen in den Folgejahren fortsetzen und weiter verschärfen. Es muss also grundlegend gegengesteuert werden. Dazu wurde das Projekt „Finanzstrategie für die Kirche der Zukunft“ aufgelegt.